Drucken
30
Sep

AMARANTE (Portugal): Seminar zu Migranten und Fachkräften

Die Herausforderungen der Fachkräftequalifizierung, insbesondere für Einwanderer, standen im Mittelpunkt des europäischen Seminars in Amarante (Porto, Portugal). Es wurde von Fidestra unter der Leitung von Maria Reina Martin, Vizepräsidentin des IPCM, organisiert.

2025 09 27 Seminario Amarante sesión

 

Eröffnet wurde das Seminar von Jorge Ricardo, Bürgermeister von Amarante, und Fernando Moura e Silva, Präsident der Fidestra-Generalversammlung. Beide betonten die Rolle ihrer Stadt in der Berufsausbildung junger Portugiesen und Ausländer. Das Seminar fand vom 25. bis 28. September 2025 in der Casa da Portela, dem Rathaus von Amarante, statt.

2025 09 26 Seminario Amarante Alcalde

Experten von sozialen Organisationen aus zehn europäischen Ländern nahmen teil. Den ersten Vortrag hielt Susana Clerici (Spanien), die ihre persönliche Entwicklung als argentinische Anwältin in Barcelona erläuterte. Sie reflektierte die Bedeutung des Begriffs „Integration“. Sie stellte fest, dass Frauen mit besonderen Problemen konfrontiert sind, die ihre Situation verschärfen.

Maribel Alañón (Spanien), stellvertretende Schatzmeisterin des PICM, analysierte die komplexe Situation der unterschiedlichen Auswanderungsmotive, der strukturellen Schwierigkeiten und der Möglichkeiten für Einzelpersonen.

Veselina Starcheva (Bulgarien) erklärte, dass Bulgarien aufgrund der Abwanderung von Arbeitskräften an Bevölkerung verliert. Dieses Problem unterscheidet sich von dem anderer Länder.

Der Präsident der IPCM, Rafael R. Ponga, betonte die Bedeutung des Sprachunterrichts für eine stärkere Integration. Er sagte auch, Europa sei nicht darauf vorbereitet, die derzeit große Zahl an Einwanderern aufzunehmen.

Joseph Touvenel (Frankreich) unterschied zwischen freiwilliger und erzwungener Arbeitsmigration sowie zwischen legaler und illegaler Einwanderung.

Vittorino Rodaro (Italien), Mitglied des IPCM-Vorstands, verteidigte die Notwendigkeit einer gemeinsamen europäischen Einwanderungspolitik. Er kommentierte die Doppelnatur von Italienern im Ausland und Ausländern in Italien.

Ermir Kasmi (Albanien) erläuterte die Situation in seinem Land und die Perspektive der von ihm vertretenen Gewerkschaft.

Antonio Brandão (Portugal) beklagte die bürokratischen Probleme bei der Legalisierung ausländischer Arbeitnehmer.

Marcela Máspero (Venezuela-Spanien) beschrieb die Probleme venezolanischer Flüchtlinge, die aufgrund der schwierigen Situation in ihrem Land nach Spanien gekommen sind. Er verwies insbesondere auf die Anerkennung von akademischen Abschlüssen und beruflichen Qualifikationen.

Uwe Therhorst (Deutschland) sprach über die Rolle katholischer Organisationen bei der Aufnahme von Einwanderern und Flüchtlingen.

Alda Barbosa (Portugal) erläuterte die Erfolge bei der Verbesserung der Berufsausbildung und der Qualifikation von Studierenden und Arbeitnehmern.

Ignacio Argote (Spanien), Sekretär des IPCM, forderte soziale Organisationen auf, aktiver zu werden und sich an nationalen und internationalen Entscheidungen zu beteiligen.

Fernando Moura (Portugal) hob die Rolle des Berufsbildungszentrums Amarante hervor, das über umfangreiche Erfahrung in der Ausbildung junger Afrikaner verfügt.

Valbona Halitaj (Albanien) betonte die zweigleisige Situation in ihrem Land: Albaner wollen zum Arbeiten nach Deutschland, und Filipinos gehen zum Arbeiten nach Albanien.

2025 09 26 Seminario Amarante Aneta

Aneta Szczykutowicz (Polen), Vizepräsidentin des IPCM, erörterte die Situation ukrainischer Flüchtlinge in Polen und die damit verbundenen Probleme in den Bereichen Beschäftigung, Bildung, Sprache und Psychologie.

Yiqin Zhu (Portugal) erläuterte die Situation von Einwanderern der zweiten Generation, die mit zwei Sprachen und zwei Kulturen leben.

Olga Bastante (Spanien) reflektierte die integrative Rolle von Frauenverbänden auf lokaler und ländlicher Ebene.

Isaias Afonso (Portugal) berichtete von seinen Erfahrungen als Lehrer in Angola, Portugal und Frankreich.

Guilherme Teixeira (Portugal), einer der Organisatoren dieses Seminars, dankte für die geleistete Arbeit und bekräftigte das Engagement portugiesischer Sozialorganisationen.

Adriano Santos (Portugal) betonte die Bedeutung von Bildung für berufliche und persönliche Chancen.

2025 09 26 Seminario Amarante MariaRerina

Maria Reina Martin (Portugal), Präsidentin von Fidestra und Vizepräsidentin von PICM und EZA, betonte, dass Portugal ein Pionier in der Bildungsintegration sei. Sie rief dazu auf, „dank des Engagements unserer Sozialorganisationen“ auf eine gerechtere und solidarischere Welt hinzuarbeiten.

Die Teilnehmer teilten sich in Arbeitsgruppen auf und erarbeiteten Vorschläge.

Das Seminar wurde von der Europäischen Union im Rahmen des EZA-Programms in Zusammenarbeit mit dem IPCM gefördert.

Kontakt

Soziale Adresse: Calle Bellesguard, 30. 08022 Barcelona. Spain

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Soziale Netzwerke

Twitter

Facebook

Flickr